Meine Tiere

Sonnenblume
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Hugo

Mein Werdegang mit Tieren:

 

Seit ich denken kann, waren Tiere immer etwas Besonderes für mich, egal ob Säugetiere, Insekten oder was auch immer. Bis zu meinem 9. Lebensjahr hatte ich jedoch kein Haustier, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschte. Zu meinem 9. Geburtstag dann bekam ich von meiner Tante mein allerschönstes Geschenk, ein dreifarbiges Meerschweinchen. Ich nannte es Hugo. Meine Eltern unterstützten mich in der Haltung von Hugo, so gut sie konnten. Aus meiner kindlichen Sicht haben wir unser Bestes getan, rückblickend betrachtet aber viele Fehler in der Haltung begangen. Später nach Hugos Tod folgten noch ein sandfarbenes Meerschweinchen und zwei Schildkröten.

In allen Dingen des täglichen Lebens war ich sehr ängstlich und traute mir schlichtweg gar nichts zu. Ich war ein sehr schüchternes, ängstliches und zurückhaltendes Kind. In der Natur und bei Tieren jedoch fühlte ich mich glücklich, geborgen und sicher.

Die Natur und ihre Wesen waren für mich viel leichter durchschaubar als meine menschlichen Artgenossen. Vor allem waren Tiere immer ehrlich zu mir und haben mich niemals verletzt, weder psychisch noch physisch.

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großer schwarzer Hund

Meine Mutter dagegen war z.B. großen Hunden gegenüber sehr ängstlich, und in der Angst, die Tiere könnten mich verletzen, hat sie mir strikt verboten, fremde Hunde zu streicheln.
Das hat mich immer verwundert, denn ich konnte nicht verstehen, warum ich mich diesen herrlichen, liebevollen Tiere nicht nähern und sie nicht streicheln durfte. Ich brauchte ihnen nur in die Augen zu sehen und wusste einfach, ob ich mich ihnen gefahrlos nähern konnte oder nicht.

An eine Situation in meiner Kindheit kann ich mich noch sehr gut erinnern:

Ich war vielleicht 5 Jahre alt und ging mit meiner Mutter einkaufen. Vor dem Laden war ein großer, schwarzer Hund angebunden. Als meine Mutter das sah, wollte sie nicht, dass ich draußen blieb, weil sie ja wusste, dass ich Hunde so liebte, und daß ich mich mit Sicherheit diesem Hund in ihrer Abwesenheit nähern würde. Ich habe ihr also ganz fest versprochen, diesen Hund nicht zu streicheln.

Als meine Mutter im Geschäft verschwunden war, nahm ich sofort Kontakt zu dem Hund auf und wusste einfach, er würde mir nichts tun. Er genoss es, gestreichelt und geknuddelt zu werden. Er war ein sehr liebes Tier.
Als meine Mutter aus dem Laden kam und mich so nah bei diesem Hund entdeckte, erschrak sie fürchterlich, und aus Angst um mich schimpfte sie mich heftig aus und versuchte mir zu erklären, warum ich das nicht tun sollte. Das wiederum konnte ich zwar verstehen, wollte es aber nicht verstehen.

Ich habe mich damals, wahrscheinlich zum ersten Mal in meinem kurzen Leben, ganz selbstbewusst zwischen sie und den Hund gestellt und gesagt, ich wüsste immer, wann ich einen Hund streicheln könne und wann nicht - dass ich ihn nur anzuschauen bräuchte und sofort Bescheid wüsste, ob er mir was tun würde oder nicht.

In diesem Moment wurde mir selbst zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich instinktiv spüren und in den Augen der Tiere lesen bzw. sehen konnte, was diese dachten und fühlten. Meine Mutter hat das, glaube ich, zwar nicht verstanden, aber ab diesem Zeitpunkt vertraute sie mir etwas mehr.

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Der wilde Stier

In unserer Nachbarschaft war ein Landwirt mit Rindern und einem absolut „bösartigen“ Stier. Dieses arme Tier war durch einen Nasenring mit Ketten links und rechts am Mauerwerk festgekettet.
Es hatte seitlich um sich herum vielleicht höchstens einen Meter Platz. Ich war als Kind entsetzt über diese Haltung. Ich bin mir nicht sicher, ob der Stier sich überhaupt entspannt hinlegen konnte. Wir Kinder hatten absolutes Verbot, uns diesem Monster zu nähern.
Wenn wir dort zu Besuch waren, war ich immer im Stall, heimlich natürlich, ich musste dort einfach hin. Dieser Stier namens Bulli ließ sich von mir den Hals kraulen, er hielt verzückt, mit verklärten Augen, ganz still und genoss die zärtlichen Berührungen. Dieses wunderschöne Tier war niemals wild oder aggressiv in meiner Gegenwart. Ich konnte nie glauben, was die anderen mir immer erzählten, die mich vor Bulli warnen wollten.
Einmal aber habe ich gesehen, wie der Bauer und die Knechte mit Bulli umgingen, und danach konnte ich seine Aggressivität gegen manche Menschen gut verstehen. Bulli hat danach wohl mehrmals Erwachsene angegriffen und wurde getötet.

 

In den folgenden Jahren konnte ich oft die Schmerzen oder körperlichen Gefühle von Tieren spüren, die z.B. vor meinen Augen einen Unfall hatten, sich verletzten oder einfach durch irgendwelche Krankheiten starke Schmerzen hatten. Oft passierte es mir auch, dass ich von einer unglaublichen Trauer überwältigt wurde, wenn ich mich einem fremden Tier näherte.
Ich musste dann heulen und konnte überhaupt nicht verstehen, was da vor sich ging. Ich kannte die Tiere ja nicht und wusste überhaupt nichts von ihnen, was sie erlebt hatten oder wie sie gehalten wurden von ihren Menschen. Wenn ich dann mehr körperlichen Abstand von den Tieren nahm, ging das Gefühl wieder weg, aber sobald ich mich dem Tier wieder näherte, wurde ich erneut von den Gefühlen überwältigt. Manchmal haben mich diese Gefühle fast umgehauen, oder ich musste mich beinahe übergeben.
Das hat mich ziemlich schockiert, und ich wollte das so nicht. Aber ich konnte nichts gegen diese Gefühle und Empfindungen tun.

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Henry
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Im Jahre 1995 kam ein kleiner Persermischlingskater namens Henry in unsere Familie. Unsere Familie bestand zu diesem Zeitpunkt aus meinem Mann Klaus, unseren Kindern Matthias und Sonja und mir.

Henry war ein wundervolles Tier und ein liebevoller Spielgefährte für unsere Kinder. Er wurde heiß und innig geliebt. Durch eine Rachitis im Welpenalter war er körperlich etwas eingeschränkt, und in manchen Situationen, die eine gesunde Katze problemlos meistern konnte, war er manchmal etwas überfordert. Vielleicht war er deswegen so unglaublich menschenbezogen.

Eines Tages war er spurlos verschwunden. 6 Wochen lang habe ich mich jeden Tag aufs Neue auf die Suche nach ihm gemacht, leider vergeblich. Ich wusste die ganze Zeit, dass er noch lebte. An einem Vormittag aber, nach 6 Wochen täglicher Suche, wusste ich, dass ich ihn nicht mehr zu suchen brauchte. Am gleichen Tag rief mich eine Frau an, sie habe eine tote Katze gefunden, die unsere sein könnte. Es war  leider tatsächlich unser Henry.
Henry hat mir damals mental Bilder geschickt, wie er zu Tode gekommen war. Ganz deutlich konnte ich den Lastwagen und den Ort sehen, wo es geschehen war. Damals haben mich diese Bilder ziemlich beunruhigt, da für mich solche Informationen auf diese mentale Art und Weise ganz neu waren und ich noch nicht so viel damit anfangen konnte. Ich habe das Ganze dann einfach verdrängt.

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Hexi mit Matthias

Kurze Zeit später kam unsere kleine Hexi aus dem Tierheim zu uns. Sie war ein ganz kleines und unwahrscheinlich wildes Kätzchen. Leider war sie nur für kurze Zeit in unserer Familie, sie muss irgendetwas Vergiftetes gefressen haben und ist dann daran gestorben.

Charly und Sonja Sommer 1998

Dann ging mein allergrößter Wunsch in Erfüllung. Unser Rüde Charly kam zu uns in die Familie. Er war erst ca. 6 Wochen alt. Er sollte erschlagen werden wie seine Geschwister. Er hat mich bzw. uns die mentale Kommunikation gelehrt. Das war ein bisschen unheimlich und einfach faszinierend. Gott sei Dank konnte ich  mit meinem Mann darüber sprechen.
Mit anderen Menschen ging das nicht, die hätten das nicht verstanden und uns für verrückt erklärt. Damals fiel meinem Mann „zufällig“ das Buch von Penelope Smith „Gespräche mit Tieren“ in die Hände, das er mir zum Geburtstag schenkte. Als ich dieses Buch las, ging mir ein Licht auf, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen.

Auch Charly blieb nicht lange bei uns, er musste gehen, weil Giulia, unsere jetzige Hündin, schon darauf wartete, seinen Platz als Lehrer einzunehmen. Charly nahm sich das Leben, indem er vor ein Auto lief. Er hatte mir schon vorher mental mitgeteilt, dass er gehen würde, das wurde mir aber erst nach seinem Tod wieder bewusst. Ich hatte es vorher nicht wahrhaben wollen, ich habe es nicht ernst genommen und verdrängt. Er hat mich Stück für Stück immer näher an diese Methode der telepathischen Kommunikation herangeführt.

Ich habe es einfach nicht lange ohne einen tierischen Begleiter ausgehalten. Das Loch in unserem Leben, in unserer Familie, das durch Charlys Tod entstanden war, war für mich und die ganze Familie unerträglich. Ich vermisste ihn, seinen Geruch, ich vermisste so unendlich seine Anwesenheit.

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Giulia + täglicher gemeinsamer Spaziergang mit Otto
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So kam Giulia zu uns.

Wir wollten einen weiblichen Hund. Wir waren, bevor wir sie fanden, in der Toskana in Urlaub und hatten von dort schon einmal den Namen mitgebracht für eine Hündin, von der wir noch nichts wussten.  Giulia hat, glaube ich, besonders mich am meisten gelehrt. Sie hat mich gelehrt, vor nichts mehr Angst zu haben. Mein ganzes Leben wurde durch Angst beherrscht. Aber durch Giulia habe ich gelernt, vor nichts und niemandem mehr Angst zu haben, und sie hat mir gezeigt, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es nur ganz fest will.
Damals war ich so naiv zu glauben, alle Hunde seien wie Charly, absolut nervenstark, souverän und cool. Aber in Giulias Erziehung funktionierte nichts so, wie es bei Charly funktioniert hatte - bis ich endlich erkannte, dass ich bzw. wir Menschen die Fehler machen.
Giulia ist sehr sensibel und war eigentlich genauso ängstlich, wie ich es war. (So ein Zufall?!?!)

Es war eine schwierige Zeit. Nach jahrelangem Training mit verschiedenen Hundetrainern wurde Giulias Verhalten und das Verständnis zwischen uns zwar immer besser - aber nur bis zu einem gewissen Punkt. So richtig gut wurde es dann erst durch das Training, das eine Tierpsychologin für Giulia und mich ausgearbeitet und begleitet hat.
Giulia ist ein unglaublich liebes Tier. Sie hat so viel Liebe zu geben. Alle, die zu unserer Familie gehören, werden förmlich mit Liebe überschüttet. Ich weiß, sie würde alles für uns tun und sozusagen ihr letztes Hemd für uns geben.

 

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Otto von Garfield
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Als Giulia schon 5 Jahre bei uns war, kündigte sich unser verstorbener Kater Henry an, der, wenn wir es auch wollten, wieder bei uns leben wollte. Das war so aufregend, und ich habe meine damalige Tierkommunikationslehrerin wahrscheinlich ziemlich genervt mit meinen Anfragen wie, wann und von wo Henry kommen würde. Ich hatte solche Angst, nicht zum rechten Zeitpunkt am rechten Ort zu sein, um ihn zu finden, und dass er dann womöglich in eine andere Familie käme. Ich wusste doch nicht, wie er aussehen würde!
Sie hat mir immer gesagt, ich solle vertrauen, wenn er kommen wollte, dann würde er kommen, und ich würde ihn finden. Ich habe trotzdem fast hohlgedreht. Bis ich eines Nachts einen Traum hatte: Henry kam immer wieder ganz langsam von rechts nach links ins Bild, er ging ganz langsam, schaute mich an und zeigte mir genau, wie seine Fellzeichnung, Farbe und Gesicht usw. aussahen. Dann sagte er mir noch sein Geburtsdatum und den Namen, den er dann für die Zukunft haben wollte.

Am nächsten Tag erinnerte ich diesen so unwahrscheinlich deutlichen Traum in jeder Einzelheit. Trotzdem dachte ich, was der Quatsch wohl sollte, und dass ich mir das alles wohl nur eingebildet hatte. Und dann schlug ich die Zeitung auf, und mein Blick wurde wie magisch von einer Anzeige der Arche Noah Tierhilfe angezogen: „6 Wochen alter rotgetigerter Kater abzugeben“.

Nach dem Geburtsdatum, das Henry mir im Traum gegeben hatte, war er zu diesem Zeitpunkt exakt 6 Wochen alt, und außerdem hatte er sich mir im Traum als ganz intensiv rotgetigerter Kater gezeigt. Ich bekam heftiges Herzklopfen und rief sofort diese Nummer an. Die Dame dort am Telefon sagte, sie hätte 3 rot getigerte Katerchen, und mir war, als würde mir jemand den Teppich unter den Füßen wegziehen. Welcher Kater war denn nun der Richtige?
Dann sagte sie, zwei seien ganz hellrot getigert mit viel weißer Farbe, und nur einer sei ganz intensiv rot, fast ohne weiße Farbe und mit ganz deutlichen, starken roten Streifen. Jetzt war mir klar, das musste er sein, und ich musste dort hin und ihn holen. Ich habe all die Katzen gesehen und sofort die Katze aus meinem Traum wiedererkannt. Von der Sekunde an, als Otto dann  in unser Haus einzog, hatte ich das Gefühl, als wäre er niemals weggewesen.

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Findus
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Dann kam Findus – sozusagen unser Findelkind.

Im Jahr 2005 fand meine Tochter Sonja ihn mehr tot als lebendig und brachte ihn mit nach Hause. Er war ca .zwischen 6  u. 8 Wochen alt und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Er war wirklich in einem ganz erbärmlichen Zustand. 
Mit Infusionen und allem, was mir an alternativen Heilmethoden zur Verfügung stand, hat er Gott sei Dank überlebt. Eigentlich wollten wir gar nicht noch ein zusätzliches Haustier, aber wir haben uns total in ihn verliebt. Für nichts auf der Welt würden wir den kleinen Kerl eintauschen. Er ist ein richtiger kleiner Herzöffner, und seinem Charme kann einfach niemand widerstehen.

Findus und Otto verstehen sich prächtig. Manchmal kommen beide mir vor wie Yin und Yang. Otto ist irgendwie genau das Gegenstück von Findus, eben einfach wie Yin und Yang - die zwei sind einfach Klasse.

Ich möchte mich von ganzem Herzen bei all meinen Tieren bedanken, die mein Leben in der Vergangenheit so bereichert und geprägt haben.

Und ein ebenso großes Dankeschön an alle Tiere, die mein Leben jetzt bereichern und es in Zukunft jede Sekunde aufs Neue bereichern werden.

Danke für Eure Liebe.

Danke!

Seminarprogramm

Einführungskurs in die Tierkommunikation für Jede/n max. 8 TN

Datum: 22. bis 23. August 2020
Ort:

Bad Wörishofen/Rammingen

© 2020 | 

Praxisleitung Barbara Echtler • Hauptstr. 144b • 86871 Rammingen • Tel. 0 82 45 - 96 76 0 76 • Mail

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